Piercings haben einige Zeit gebraucht, bis sie in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Lange Zeit verpönt, haben sie aber in den letzten Jahren deutlich an Ansehen gewonnen und sind nun Körperschmuck für alle Gesellschaftsschichten.

Doch nur weil Piercings bis in die 1990er Jahre gebraucht haben, um in Europa anzukommen, heißt das nicht, dass sie erst seit wenigen Jahren existieren. Die Geschichte des Piercings reicht Jahrtausende zurück. Die frühesten dokumentierten Formen sind zum Beispiel auf Zeichnungen festgehalten – 7000 Jahre zurückdatiert. Damals hatten Piercings jedoch noch nicht die schmückende Funktion, die sie heute innehaben. Sie waren vielmehr symbolgeladen – Piercings dienten bei Volksstämmen etwa als Abgrenzung des Stammes von anderen oder als Zeichen der Reife oder des Sozialstatus‘.

Lippenteller – das wohl bekannteste traditionelle Piercing

Die Piercings der Vorzeit waren vielfältig. Von durchstochenen Ohrläppchen über Nasenpiercings bis hin zu Genitalpiercings war die Bandbreite groß. Und sie ist es noch immer, denn auch heute noch lassen sich traditionelle Piercings bei Ureinwohnern Afrikas, Amerikas und Asiens beobachten. Traditionelle Piercings bestanden damals aus Materialien der Umgebung – etwa Holz, Ton oder Knochen wurden genutzt.

Bei uns im Westen haben die meisten wohl das Tellerlippen-Piercing vor Augen, wenn sie an traditionelle Piercings denken. Dabei handelt es sich um eine Tonscheibe, die in die Unterlippe eingesetzt wird. Dieser Schmuck ist besonders in afrikanischen Kulturen ein soziales Statement. Je größer der Teller, desto angesehener der / die Gepiercte. Tellerlippen sind unter anderem bei den Mursi in Äthopien gang und gäbe.

Das Volk der Mursi lassen sich Teller in die Lippen piercen. Dezentere Piercings gibts im Piercingstudio München!

Ebenfalls bekannt ist das sogenannte Nostril-Piercing – ein Schmuckstück, das durch den linken oder rechten Nasenflügel gestochen wird. Dieses Piercing wurde das erste Mal vor circa 4000 Jahren im Mittleren Osten gesehen, später auch in Indien. Auch heute findet man diese Form noch in Indien, meist auf der linken Nasenseite, da dadurch eine Geburt leichter verläuft, so der Glaube.

Weltweite Tradition: Piercing-Formen zeigten sich beinahe überall

Die ältesten Belege von Piercings der Vorzeit datieren also auf 7000 Jahre zurück. Doch das sind nicht die einzigen Aufzeichnungen. Piercings gab es in der Vergangenheit beinahe überall. Der ägyptische Pharao Tutenchamun muss Ohrschmuck getragen haben, denn dessen Totenmaske zeigt gepiercte Ohren. Septum- und Lippenpiercings wurden Belegen nach bei den Azteken in Mittelamerika getragen. In Grabkammern wurden gepiercte Statuen gefunden. Ebenso bei den Inkas und Mayas.

Eine Buddha-Statue.

Spirituelle Piercings waren etwa die Varianten in Indien. Hier wurden die Backen gepierct, um die Götter zu achten. Buddha soll ebenso Piercingschmuck-Träger gewesen sein, schenkt man gängigen Statuen Glauben, die ihn mit geweiteten Ohrlöchern zeigen. Von Asien bis Mittelamerika finden sich weltweit Belege für vorzeitige Formen von Piercingschmuck. Dabei hatten Piercings immer eine Bedeutung – entweder spiritueller oder sozialer Natur. Als reiner Schmuck diente das Piercing kaum.

Die Geschichte des Piercings im Westen

Gesicherte Jahrtausende alte Belege für Piercings im Westen finden sich nicht. Bekanntheit erlangten sie erstmals in den 1960er Jahren. Hippies brachten von ihren sogenannten Hippie trails in Indien Ohr- und Nasenpiercings mit nach Europa.

Ohrpiercings waren gegen Ende des 20. Jahrhunderts die gängigste Form des Piercingschmucks im Westen, waren jedoch zunächst nur den Frauen vorbehalten. Männer mit Ohrringen waren eine Seltenheit.

Eine junge Frau mit tätowierten Armen und gepierter Nase.

Als echte Modeform traten Piercings im Westen erst durch die Modern-Primitives-Bewegung in den 1980er Jahren in Erscheinung. Dabei wurden Piercings traditioneller Bräuche als Modeschmuck zur Schau getragen. Neben Piercings gehörten zur Bewegung auch traditionelle Tattoos. Denn auch Tattoos haben eine lange Geschichte vorzuweisen. Bis ins späte 20. Jahrhundert waren es vor allem Subkulturen wie die Punk- oder BDSM-Szene, die ihren Körper mit Piercings schmückten.

Doch seit Beginn des 21. Jahrhunderts haben Piercings den Sprung in die Neuzeit endgültig geschafft und sind beinahe vollends gesellschaftlich anerkannt. Dies geschah auch deshalb, weil sich das Piercen immer weiter professionalisierte. Heute schmerzt das Piercingstechen bei weitem nicht mehr annähernd so sehr wie in den Anfangszeiten. Zudem werden nun Materialien verwendet, die besonders körperverträglich sind.

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