Es geht schnell, ist günstig und vergleichsweise einfach – jeder Laie kann damit ein Piercing stechen. Damit sind bereits alle Vorteile der Ohrlochpistole aufgezählt – die Nachteile überwiegen jedoch bei Weitem.

Professionellen Piercern ist die Ohrlochpistole schon lange ein Dorn im Auge – schließlich gehen jede Menge Risiken mit dem Einsatz der Gerätschaft einher.

Ohrlochpistolen – unsauber und unpräzise

Es gibt viele Gründe, einen weiten Bogen um die Piercing-Pistole zu machen und seine Ohren lieber in die geübten Hände eines Piercing-Experten zu begeben.

Erstens: Diese Instrumente können aufgrund ihres Plastikanteils oft nicht ausreichend sterilisiert werden und sind daher potentielle Überträger von Hepatitis B und Hepatitis C.

=> Ein professioneller Piercer benutzt steril verpackte Einwegnadeln. So ist die Gefahr einer Infektion praktisch gleich Null.

Zweitens: Der stumpfe Bolzen zermatscht beim Durchschießen das Gewebe regelrecht. Das eingeschlossene, absterbende Gewebe ist ein perfekter Nährboden für Bakterien. Auch umliegendes Gewebe kann davon in Mitleidenschaft gezogen werden – Nekrosen können auftreten.

=> Beim Piercen wird exakt der Platz für das neue Schmuckstück geschaffen, der benötigt wird. Das umliegende Gewebe bleibt unberührt, das gepiercte Loch wächst auch nach langer Tragezeit des Piercings wieder sauber zusammen.

Drittens: Der Stecker für die Ohrlochpistolen ist immer mit einem fixierten Verschluss versehen. Das heißt, bereits bei einer geringen Schwellung – eigentlich eine normale Reaktion – schwillt das Gewebe in den Piercing-Stecker, da nicht ausreichend Platz vorhanden ist. Dadurch passiert es häufig, dass die Enden im entzündeten Gewebe verschwinden. Neben den Schmerzen, macht es einen Abfluss von Wundflüssigkeit fast unmöglich. So kommt es zur Stauung und Eiterbildung.

=> Der Piercer setzt ein Schmuckstück ein, das noch genügend Platz lässt und somit Luft an das frische Piercing gelangt.

Viertens: Die Ohrlochpistolen werden oft von Verkäufern oder Friseuren benutzt, die das Piercingstechen als Nebenleistung anbieten. Neben einer unzureichenden Kenntnis von Hygienepraktiken, sind sie über Materialien und deren Verträglichkeit nicht oder nur schlecht informiert.

So kann es passieren, dass falsche Materialien verwendet werden. Nur weil es “medizinischer” oder “chirurgischer Stahl” heißt, bedeutet das nicht, dass das Material für Piercings geeignet ist. Denn entgegen vieler Annahmen ist gerade in diesem Chirurgenstahl ein sehr hoher Nickelanteil enthalten. Das macht ihn für einen Ersteinsatz gänzlich untauglich!

=> Professionelle Piercer haben sehr gute Kenntnisse über die verschiedenen Materialien und würden in keinem Fall medizinischen Stahl oder Chirurgenstahl als Ersteinsatz verwenden.

Fünftens: Der eingesetzte Schmuck – oft ein Ohrstecker – wirkt meist viel zu groß und klobig für das gewünschte Piercing.
Also: sollte das geschossene Piercing wider Erwarten abheilen, muss man spätestens dann zum Piercer, wenn man ein edles Piercing-Schmuckstück bekommen will.

=> Ein professioneller Piercer klärt die Kunden ausführlich darüber auf, was auf die Dauer gut aussieht und komfortabel ist. Er kann diese Piercings sofort einsetzen. Ein späteres, nicht unbedingt angenehmes Austauschen des Steckers ist dann nicht
nötig. Es sei denn, man hat mal Lust auf was Neues!

Die Ohrlochpistole – billig, aber gesundheitsgefährdend

Es gibt wenige Punkte, die für den Einsatz von Ohrlochpistolen sprechen. Und diese sollten bei der Entscheidung für eine Piercingmethode keine dominierende Rolle spielen. Die Nachteile überwiegen eindeutig. Ohrlochpistolen wurden ursprünglich zur Markierung von Kuh-Ohren verwendet – dabei hätte es auch bleiben sollen!

Aesthetic Art – dein Piercing-Studio in München

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