Tattoopflege ist das A und O

Eine Entscheidung fürs Leben: Wer sich tätowieren lassen möchte, der sollte sich nicht nur bei der Wahl des Motivs sicher sein. Auch bei der Pflege einer Tätowierung gilt es einige Dinge zu beachten, damit der Heilungsprozess optimal verläuft und das Tattoo in seiner ganzen Schönheit erstrahlt. Mit den folgenden 5 Tipps pflegt ihr euer neues Tattoo optimal!

die richtige Tattoopflege zur richtigen Zeit

5 Tipps für die richtige TattoopflegeDamit Tätowierungen bestmöglich gepflegt werden können, ist der Zeitpunkt des Stechens nicht unwichtig. Damit ist jedoch nicht die Tageszeit gemeint: Es geht vielmehr um die Jahreszeit.

Während die Pflege von frisch gestochenen Tattoos im Sommer aufgrund von Hitze und Schweiß erschwert wird, können in den Wintermonaten trockene Heizungsluft und dicke Kleidung, die auf der Haut reibt, die Heilung verzögern.

Der beste Zeitpunkt für eine Tätowierung liegt demnach im Frühling oder Herbst. Zu diesen Jahreszeiten herrschen oftmals milde Temperaturen: Das Tattoo kann durch leichte Kleidung vor direkter Sonne geschützt werden und bekommt dennoch genügend Luft, um gut zu heilen.

Pflege nach dem Stechen

Tattoopflege direkt nach dem TätowierenUnd dann ist es geschafft: Dein neues Tattoo ist unter der Haut! Das bedeutet jedoch auch, dass die oberen Hautschichten von feinen Nadeln verletzt wurden. Um einerseits deine Haut vor Bakterien und Schmutz und andererseits deine Kleidung vor austretendem Wundwasser und Farbe zu schützen, wird dein Tattoo ersteinmal eingepackt.

Dafür wickeln Tätowierer ein frisch gestochenes Tattoo zur Erstversorgung in der Regel mit einem Folienverband ein. Dieser sollte noch etwa 3 bis 4 Stunden drauf bleiben – sofern der Tätowierer nichts anderes sagt. Anschließend geht los mit der Tattoopflege.

Neben einem herkömmlichen Folienverband kann auch ein spezieller Protection-Film nach der Tätowierung über das Tattoo gelegt werden (wie z.B. nach Tätowierungen bei aestheticarts.de). Der Film kann bis zu 3 bis 4 Tage auf dem Tattoo bleiben und kann auch mit unter die Dusche genommen werden. Zudem ist er durchsichtig und bringt das Tattoo gleich richtig gut zur Geltung.

Im ersten Schritt musst du die Folie vorsichtig vom Tattoo entfernen. Dabei nicht erschrecken: Es können sich Blut, Wundwasser und Farbrückstände darunter angesammelt haben. Die gilt es nun sanft zu entfernen: Reinigt eure Tätowierung mit lauwarmem Wasser und ggf. einer geeigneten medizinischen Lotion (hautneutral, parfümfrei). Verwendet keine Waschlappen, Schwämme oder Handtücher, denn diese könnten die Wunde zusätzlich reizen und Fusseln sowie Bakterien hinterlassen. Tupft die Tätowierung im Anschluss vorsichtig mit Küchenkrepp ab. Danach geht es an’s Cremen!

eincremen, eincremen, eincremen

Eincremen ist das A und O bei der TattoopflegeDer wohl wichtigste Tipp in Sachen Tattoopflege: Eincremen. Um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und den Heilungsprozess zu fördern, sollte euer Tattoo anfangs je nach Hautareal und Hauttyp etwa alle 4 Stunden – drei- bis sechsmal täglich – mit sauberen Händen eingecremt werden.

Dabei nicht zu dünn und nicht zu dick cremen: zu wenig Creme lässt sie Haut schnell austrocknen – zu viel Creme lässt die Haut aufquellen und kann zu Farbverlust führen. Zur Tattoopflege eignen sich verschiedene Wund- und Heilsalben, sofern sie nur einen geringen Fettanteil haben. Fragt hier am besten euren Tätowierer nach einer guten Creme!

In den ersten Tagen kann es passieren, dass Juckreiz und Spannungsgefühle auftreten. Das liegt daran, dass sich die Hautzellen erneuern und sich Schorf auf der Wunde bildet. Dieser ist eine Art hauteigene Schutzschicht und darf nicht entfernt werden, sonst steigt die Gefahr von Entzündungen. Also auf gar keinen Fall kratzen oder rumpulen! Die Kruste löst sich nach ein paar Tagen von allein. Darunter ist die Haut jedoch noch dünn und empfindlich. Damit sich die Haut bestmöglich regeneriert und das Tattoo in seiner vollen Pracht erstrahlt gilt: eincremen ist bis zu vier Wochen lang die beste Medizin.

Wasser, Sport und Sonne

Vorsicht bei Vollbädern, Sonnenbädern und starkem Schwitzen: Bis die Tätowierung gut zugeheilt ist, sollten lange Bäder, die pralle Sonne und übermäßige Anstrengungen für etwa 2 Wochen möglichst umgangen werden. Insbesondere Schweiß und Chlorwasser sind in der ersten Zeit ungünstig für euer Tattoo! Aber keine Sorge: Du musst nicht auf alles verzichten. Selbstverständlich darfst du duschen, dich bewegen und an die frische Luft. Doch bleib nicht länger als maximal 15 Minuten unter bzw. im Wasser, damit dein Tattoo nicht aufweicht. Solltest du dennoch in der Sonne liegen, dann deck dein Tattoo am besten mit einem Stück Stoff ab.

andauernde Tattoopflege

Andauernde Tattoopflege durch hohen SonnenschutzMit dem Heilungsprozess endet auch die Tattoopflege? Auf keinen Fall! Zwar sind Tätowierungen im Schnitt nach zwei bis vier Wochen „überm Berg“. Damit sie jedoch langfristig gut aussehen, bedarf es einer andauernden Pflege.

Dabei solltest du auf Feuchtigkeitscremes und Sonnencremes zurückgreifen. Je nach Körperstelle benötigt die Haut und damit das Tattoo mehr Feuchtigkeit: beispielsweise Ellbogen oder Hände sollten öfter eingecremt werden, damit Tätowierungen nicht verbleichen. Und auch die Sonne kann eure Haut schädigen: Benutzt am besten LSF 45 oder mehr – und zwar nicht nur für tätowierte Hautpartien!

 

Bildnachweise:

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Ein Mann mit blauem Karohemd und gepflegtem Bart hebt seine Hand nachdenklich zum Kinn. So sieht man sein Tattoo auf dem linken Unterarm.

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